Knopf:UB BrMag: Bremisches Magazin, 7 Bde.
(Bremen / Leipzig: Förster 1756 bis 1765)
NBrMag: Neues Bremische Magazin, 4 Bde.
(Bremen: Förster 1766 bis 1772)
Knopf

Bremisches Magazin zur Ausbreitung der Wissenschaften, Künste und Tugend, von einigen Liebhabern derselben mehrentheils aus den englischen Monatsschriften gesammlet und herausgegeben, 7 Bde. (1756-1765)

Exemplar: <4> I C 132 [1.1757 - 7.1765 / Bde. 3, 4 & 7: oo] / <17> Zs 2799 [complett]


Neues Bremisches Magazin zur Ausbreitung der Wissenschaften, Künste und Tugend, Von einigen Liebhabern derselben mehrentheils aus den Englischen Monatsschriften gesammlet und herausgegeben, 4 Bde. (1766-1772)

Exemplar: <4> I C 133 [nur Bde. 1.2 und 1.3 / Bd. 2] / <17> Zs 2800 [complett; Bd. 4 besteht nur aus einem Stück anstelle der sonst üblichen 3.]
UB Bremen : Digital


Einzelne Artikel in chronologischer Folge
  1. Band (1756/57)

    Paderni, Camillo: Nachrichten von Herculaneum. [Auszüge aus Briefen] (Gentlem. Magaz. 1754. Iun. p. 261), in: BrMag, Bd. 1, S. 145-153.

    - Anonym: Nachrichten von Kröten, die man in Steinen gefunden (Gentlem. Magaz. 1756 May. p. 240), in: BrMag, Bd. 1, S. 593-602.
    £{Doe-075,04}
    Notate: keine Marmorblöcke in Versailles! 04.12.2012; Wohl aber Frösche (S. 597 in Guadeloupe)

    - Ulloa, Antonio; Beschreibung eines merkwürdigen giftigen Insectes, welches in Süd-America gefunden wird, aus dem Spanischen des Don Ulloa (Gentlemen. Mag. 1754. Jenner S. 5), in: BrMag, Bd. 1, S. 653-655.
    /£{Hes-139,11}
    S. 653f.: Dieses Insect wird Coya oder Coyba genennet, dessen Farbe ist feuerroth, an Grösse übertrift es nicht eine mittelmäßige Wanze, es wird gemeiniglich zwischen dem Grase und andern Kräutern gefunden. / Wenn dieses Thier auf der Haut eines Thieres zerdrückt oder zerquetscht wird, so dringen die giftigen Säfte desselben in die Schweislöcher des Thieres, vermischen sich mit dessen Blut und Säften, und bringen augenblicklich ein recht fürchterliches Aufschwellen hervor; worauf, wenn kein Mittel dawider gebraucht wird, in kurzer Zeit der Tod folget.
    S. 655: [...]; sie [die Reisenden] müssen vielmehr einen Indianer kommen lassen, der den Ort, wo sie den Biß fühlen, untersuche, und wenn es eine Coya zu seyn, gefunden wird, blasen die Indianer denselben mit ihrem Munde ab, ohne daß sie ihn berühren, und befreien sie von der Gefahr.


  2. Band (1757/58)

    Paderni, Camillo: Fortgesetzte Nachrichten von dem unterirdischen Herculaneum [Auszüge aus Briefen] (London. Magaz. 1756. Sept. pag. 416), in: BrMag, Bd. 2, S. 104-113.

    Collinson, Peter: Auszug aus dreyen merkwürdigen Briefen von ungeheuren Elephanten-Knochen, welche in England ausgegraben worden. (Gentlemen. Magaz. 1757. Maj. p. 198.), in: BrMag, Bd. 2, S. 398-404.


  3. Band (1758/59)
    • XXVII: Nipon, J.: Geschichte der ostindischen Compagnie in England (Lond. Magaz. 1752. Herbstmonat, S. 414.), in: BrMag, Bd. 3, S. 292-301.

    • XXXI: Nipon, J.: Nachricht von dem Tempel des Serapis zu Pozzuoli im Königreiche Neapel [...] (Gentl. Magaz. 1758. Jenner. S. 11 u. f.), in: BrMag, Bd. 3, S. 329-340.
      [Bohrmuscheln erwähnt. / 04.12.2012]

    • XXXIV: Anonym: Fortgesetzter Auszug aus den Philosophical-Transactions (Gentl. Magaz. 1757. Octobr. p. 445), in: BrMag, Bd. 3, S. 421-445.

      S. 421-425: Art. LXXXII. Beobachtungen, welche auf dem Schwefelberge der Insel Guadelupa gemachet worden, von Herrn Peysonelle, Königl. Arzte und Botanisten auf bemeldeter Insel.
      £{He8-23}
      S. 422f.: Endlich gelangte er an die Quelle des Gallionenflusses, und einen Ort, welcher die drey Quellen genannt wird, deren Wasser so heiß war, daß man keine Hand darin halten / konnte.

      S. 425f.: Art. LXXXV. Nachricht von gewissen Steinen zu Nassau, Trier und Cölln, welche denenjenigen ähnlich sind, die bey dem Riesendamm in Irrland gefunden werden.
      Die Grube, woraus diese Steine gezogen werden, ist in einem Walde an dem Abhange eines Berges zu Weilburg im Nassauischen. [...] Man findet sie in senkrechter Stellung, und sie sind eine harte Gattung Bosaltes[!], welche mit Stahl Feuer schlagen, und wenn sie zerbrochen, schwarz aussehen. In allen diesen Stücken, sind sie den Steinen des Riesendammes in Irrland ähnlich. [...]

    •  Zimmermann: Abhandlung von den Steinkohlen. (New Universal Magazine. April 1758. p. 140), in: BrMag, Bd. 3, S. 523-533.

    •  Trembley, Abraham: Schreiben an D. Birch, welches eine Nachricht von des Profess. Donati zu Turin merkwürdigen Untersuchungen in der Natur-Historie enthält, aus den Philosoph. Transact. (London Magaz. 1758. Sept. p. 448.), in: BrMag, Bd. 3, S. 533-539.
      £{Hes-137,02} / £{Doe-138,04}
      S. 534: Herr Donati führete ihn [Dr. Ascanius] an die Seeküste von Provence. Er ließ in seiner Gegenwart Korallen ausfischen. Er legte dieselbe in ein grosses mit Wasser angefülltes Gefäß, und brachte solches ans Land, allwo er den Dr. Ascanius gar bald augenscheinlich überzeugete, daß die Koralle nichts anders als eine Masse seyn, die aus Thieren von der Polypenart. bestehe. [...]
      S. 534f.: Man sagt durchgehends, daß das Lager der Polypen, oder die Zellen, welche denselben zur Wohnung dienen, ein Werk der Polypen sey. Man vergleichet sie mit den Wachszellen, welche die Bienen machen. Man redet aber richtiger, wenn man sagt, die Korallen und andere korallinische Körper haben dieselbe Beziehung / auf die mit denselben verbundene Polypen, als die Schneckenschale auf der Schnecke, oder die Knochen eines Thieres auf das Thier selbst. Dieß sind des Herrn Donati Worte: »Ich bin nun der Meynung, daß eine Koralle nichts anders ist, als ein würkliches Thier, welches eine sehr große Anzahl Köpfe hat. Ich sehe die Polypen der Koralle nur als Köpfe eines Thieres an. Dieses Thier hat Gebeine, welche sich in Aeste ausbreiten als eine Staude. Diese Gebeine sind mit mit einer Art Fleisch bedecket, welche das Fleisch des Thieres sind. [...]«


  4. Band (1760/61)

      Anonym: Nachricht von dem, was zu Bergemoletto durch Herabschiessung eines grossen Schneeberges am 19. März 1755 sich zugetragen (* aus dem 49ten Bande der Philosophischen Transactionen und dessen 2ten Theile). (Lond. Mag. August 1757. S. 395), in: BrMag, Bd. 4, S. 269-280.
      £{Hes-034,06}
      S. 271: Unter diesem entsetzlichen Schneeberge, welcher 60 englische Schuh hoch war, wurden 22 Personen begraben. Weil der Schnee so hoch war, so konnen die Arbeitsleute, deren eine grosse Menge beordert waren, um diesen Elenden zu Hülfe zu kommen, solchen nicht wegschaffen und man ließ endlich alle Hoffnung fahren, daß man ihnen die geringste Hilfe würde erzeigen können.
      S. 273 [25sten April]: Sie suchten daher den Stall auf, welcher ohngefehr 240 englische Fuß von dem Hause gelegen war, und nachdem sie nahe dabey kommen, vernahmen sie Geschrey: Ach lieber Bruder! hilf mir. So sehr sie durch diesen Zuruf erschrecket wurden, eben so sehr wurden sie aufgemuntert und arbeiteten deshalb mit allem Fleiß ein grosses Loch zu machen. Durch dieses stieg der Bruder, derselbe, der den Traum gehabt, augenblicklich hinunter. Seine Schwester empfing ihn mit schwacher und sterbender Stimme. [...] Der andere Bruder stieg darauf mit dem Manne hinunter und fanden ausser der Frauen von 45 Jahren noch eine Schwester und eine Tochter am Leben, davon jene 35, diese 13 Jahr alt war.
      S. 274f.: Und von ihrem Schicksal gab sie folgende Nachricht. Ich war am 19ten des Monats März mit meinem Sohne von ohngefehr 6 und einer Tochter von beynahe 14 Jahren des Morgens in dem Stall. In selbigen befanden sich auch sechs Ziegen, davon / die eine des Abends vorher 2 todte Jungen geworfen hatte, und dieser wollten wir einen Napf voll eingerührtes Rockenmehl zu trincken geben. Ueberdem waren noch ein Esel und sechs Stücke Federvieh in dem Stalle. Wir hielten uns in einer warmen Ecke des Stalls einige Zeit auf.
      S. 276f.: Zwo Ziegen aber wären nahe bey der Krippe gewesen und lebendig geblieben. Diese / hätten sie sorgfältig befühlet und dadurch erfahren, daß eine derselben trächtig wäre und gegen die Mitte des Aprils Junge werfen würde, die andere wäre milchend gewesen, von deren Milch sie denn auch ihr Leben erhalten hätten.
      S. 279: Nach ihrer Muthmassung aber wäre die Zeit nahe gewesen, daß die eine Ziege werfen würde, welches, wie sie damals gerechnet, in der Mitte des Aprils geschehen würde. Sie bemerkten auch an dem Geblöke derselben, daß sie würklich warf, weswegen ihre Schwester ihr Hülfe leistete. Sie tödteten die Lämmer, damit sie die Milch zu ihrem Unterhalte behalten könnten. Und aus dieser Begebenheit schlossen sie, daß sie jetzt mitten im April wären.

      Spener: Vergleichung des Herrn Magliabecchi und Robert Hills (univ. Magaz. 1759. Febr. S. 75), in: BrMag, Bd. 4, S. 506-527.
      ==> Anthropologie-VL!

      Paderni, Camillo: Nachricht von einer neuerlichen Entdeckung einiger Alterthümer zu Herkulaneum und einem Erdebeben dieses Orts [...] (Lond. Magaz. 1759. Jul. S. 372), in: BrMag, Bd. 4, S. 528-534.

      Anonym;: Carazans Traum. Eine morgenländische Erzählung. (Gentl. Magaz. 1754. Horn. S. 76), in: BrMag, Bd. 4, S. 539-546.

      - Anonym;: [zum Manchenillenapfel] nach J A Peysonell,
      BrMag, Bd. 4, S. 631

      Guignes, Joseph de: Auszug aus einem Versuche, worin bewiesen wird, daß die Chineser eine ägyptische Colonie seyn; im Französischen geschrieben [...] (Gentlemen. Magaz. 1759. Oct. S. 463), in: BrMag, Bd. 4, S. 643-656.
      /£{Kae-138,14 / Kae-482,11} / £{Mes-066,03} / £{Her8°-72}
      S. 644f.: Herr Guignes Muthmasungen haben noch einen andern Grund. Nachdem er eine Schrift des Abts Barthelemy von den Buchstaben der Phönizier gelesen, fieng er an nachzudenken, auf welche Art die Buchstaben des Alphabets zuerst gemacht worden, und dies bewog ihn ein chinesisches Wörterbuch einzusehen, weil die Buchstabe dieser Sprache sehr alt seyn sollen. Bei Durchsehung dieses Wörterbuchs fand er mit groser Verwunderung eine Figur, die einem Buchstaben in des Barthelemy phönizischen Alphabete sehr ähnlich war. [...] Seine Schrift ist also ein Versuch zu zeigen, daß die chinesischen Buchstaben / nichts anders seyn, als Monogrammen, oder Züge, welche aus dreien phönizischen Buchstaben bestehen; und daß bei derselben Aussprache phönizische und ägyptische Laute herauskommen. Es wird also nöthig seyn, daß wir statt einer Einleitung eine kleine Nachricht von des Barthelemy Schrift geben.
      S. 650: Hiebei bemerkte er, daß die mehresten morgenländischen Buchstaben eine etwas wirkliches bedeutende Benennung haben. So bedeutet Beth ein Haus, Daleth eine Thüre, Ain ein Auge, Schin einen Zahn, und er nahm bald wahr, daß dasjenige Zeichen, dessen die Chineser sich bedienen, ein Haus zu erkennen zu geben, dasselbe mit dem hebräischen Beth wäre, [...].


  5. Band (1761/62)
    • IV. Beschreibung der Stadt Palmyra, und Auszug aus dem vortreflichen Buche The Ruins of Palmyra or Tedmor in the Desart. (Gentl. Magaz. 1754. Horn. S. 78) [und:] Nachricht von einer Tagreise nach Palmyra, aus den philosophischen Transactionen no. 217 und 218 (Gentlem. Mag. 1754. Merz. S. 103), in: Bd. 5.1, S. 84-106.
      //£{Hes-28} / //£{He8-46 / He8-78}

    • VI. Anonym: Ausserordentliches Unternehmen des Herrn Davel eines Majors bey der Landmilitz in der Schweitz. (New Univers. Magaz. 1759. Jenn. S. 1), in: Bd. 5.1, S. 112-141.
      //£{Moral-Herder / Metaphysik Herder} // Anthropologie Parow Kom-Nr. 063
      In der Schilderung der Vernehmungen Davels heißt es S. 121 f.: Bisher hatte der Major nur geredet, als ein Mann, der für die Wohlfahrt des Vaterlandes eiferte. Aber am 5ten April entdeckte er den Gerichtsherren seinen wahren Character und erwies sich als einen Schwärmer. Er berichtete sie von vielen und grossen Zeichen, die ihm erschienen wären. Er hätte Offenbahrungen gehabt. [...] Aus allen diesen Dingen schloß er, die Vorsehung hätte ihn ausserordentlich ersehen, sein Vaterland zu befreyen, er hätte also, seinem Ruf gefolget.
      Kurz vor seiner Hinrichtung antwortete er auf die Frage nach etwaigen Verschwörern, S. 131: [...], daß er nichts von seinem Entwurf verheelet, er wäre allein der einzige Urheber dieser Sache. Dieser obrigkeitlichen Person, welche ihm ihr Mitleiden über sein Schicksal bezeugte, erwiederte er: Mein Schicksal ist recht glücklich, ich empfinde in mir eine grosse Beruhigung.

    • XX. LaCondamine: Verhandelung von der Einpfropfung der Kinderblattern, welche 1754 den 24 April der königl. Academie der Wissenschaften zu Paris vorgelesen worden, in: Bd. 5.1, S. 356-410.


  6. Band (1762/63)
    • IV. Anonym: Beitrag zu der im vierten Bande des Bremischen Magazins befindlichen Nachricht von einem todten ausgetrockneten Körper, in: BrMag, Bd. 6, S. 145-148.

    • VII. Deshautesraye: Beweis, daß die Chineser keine Egiptische Colonie seyn, wider den Herrn von Guignes, von M. Deshautesraye [...] (Gentl. Magaz. 1760. Jenner S. 12), in: BrMag, Bd. 6, S. 166-181.
      [Enthält ein Referat des Aufsatzes; Argumente zur Ablehnung der These sind: Schriftzeichen und Sprache / Namen der fruehen Herrscher in China. / Nicht relevant fuer Hes-185. / 23.01.2017]

    • XXI. Anquetil-Duperron, Abraham Hyacinthe: Kurze Nachricht von seiner Reise nach Indien, um die dem Zoroaster zugeeignete Schriften aufzusuchen und zu übersetzen; der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Paris im Mai 1762 vorgelesen, in: BrMag, Bd. 6, S. 437-455 und [XXIII.] S. 463-481.
      [Die Übersetzung ist verschieden von der des HanMag, 1763]
      /£{Hes-200,08}
      S. 442 Anm.: *) Von dem Vedam, welches Gott dem Brama soll gegeben haben, und in 4 Büchern von Gott, 2 von der Obrigkeit, 3 von der Sittenlehre, 4 von den Ceremonien handelt, siehe neue Welthist. 5. Theil, S. 441f. der deutschen Ausgabe.


  7. Band (1764/65)
    • Anquetil-Duperron, Abraham Hyacinthe: Fernere Nachricht von den dem Zoroaster zugeschriebenen Handschriften, auch andern die Religion der Parsen betreffenden Werken, womit Herr Perron die Büchersammlung des Königs von Frankreich vermehret hat. Gentl. Mag. Nov. 1762. pp. 526, 574, 611, in: BrMag, Bd. 7, S. 284-298, 444-462, 493-507.
      /£{Hes-202,27} / £{Kae-492,18}
      S. 284f.: Diese Handschriften können in drei Classen eingetheilet werden. 1) Zendschriften, von welchen der Zoroaster zum Verfasser angegeben / wird, und welche so zu sagen, ein Breviarium oder Rituale der Perser enthalten. Diese werden mit der äussersten Sorgfalt bewahret, und nicht allein öffentlich zu gewissen im Gesetze vorgeschriebenen Zeiten von den Priestern, sondern auch zuweilen von Privatpersonen, welche solches für eine verdienstliche Handlung hielten, abgelesen, obwohl diese eben so viel davon verstehen, als die Römischkatholischen von der hergebeteten Lithurgie ihrer Kirche. Die 2te Classe enthält Pelvische Schriften, deren einige Uebersetzungen solcher Urschriften sind, die dem Zoroaster zugeeignet werden. Die 3te Classe besteht aus Indianischen und Persischen Uebersetzungen Zendischer Originale, und einiger Handschriften, welche nach Zoroasters Zeiten verfertiget sind, und als Erklärungen des Zendischen Textes dienen.
      S. 285: 1. Vendidad Sade, in Folio, 560 Seiten. Vendidad bedeutet nach einer buchstäblichen Uebersetzung, abgesondert vom Teufel, d. i. den Grundsätzen des Teufels entgegen, oder ein Gegenstand des Hasses. Sade will sagen, rein, unvermischt, ein Beiwort, [...].
      S. 286f.: Das Vendidad für sich ist die zwanzigste Abhandlung des Zoroasters, und enthält ein Gespräch zwischen demselben und der Gottheit Ormusd, welche verschiedene von jenem vorgelegte Fragen beantwortet. [...] Die beiden ersten und und fünf letzten Kapitel erzählen diejenigen Geschichte[n], worauf der Glaube der Parssen sich gründet. Die übrigen handeln von ihrer Moral, Politick und gottesdienstlichen Gebräuchen. Im ersten Kapitel berichtet Ormusd dem Zoroaster, daß er sechszehn Städte, welche eben so sehr ihrer Schönheit als des Reichthums / der Einwohner wegen berühmt gewesen, erschaffen, und daß Ahriman (der Teufel) sein Mitbuhler oder Widersacher, alles Laster und Elend, womit die Welt geplaget worden, hervorgebracht habe.
      S. 295: Das 19te Kapitel enthält eine Nachricht von dem Kriege zwischen Ormusd und Ariman, und der Ueberwindung des letztern durch Honover oder das Wort Gottes. Ormusd lehret hier, daß am Ende der Welt die Werke des Ahriman durch den Propheten sollen zerstöret werden, [...].
      S. 297: Das 22. Kapitel enthät die Sendung des Zoroasters.


      S. 444. Das andere im Vendidad Sade enthaltene Werk ist das Izeschne, welches alle Perser als eine vollkommenen Abhandlung betrachten. Das Wort Izschne bedeutet Segnung verknüpft mit Preise, welches die allgemeine Einrichtung der Parsischen Gebeter ist.
      S. 453: Auch finden sich zuweilen im Vendidad Sade, ausser den 3 bereits angeführten Werken, einige Brocken, welche aus denen Zendschriften, wovon eine besondere Nachricht folgen wird, genommen sind.
      S. 454: Wie die Parssen wegen der Verfolgung der Nachkommen des Omar nach Indien flüchteten, nahmen sie ihre Bücher und Gesetze mit sich; [...].
      S. 456:
      /£{Hes-203,16}
      In dem Ormuzd Jescht frägt Zoroaster den Ormusd: ›was ist das erhabene und ergötzende Wort, das den Sieg giebt, und Licht verbreitet: das des Menschen Führer durch dieses Leben ist, die Anfälle des bösen Geistes hintertreibet, und Gesundheit sowol des Leibes als der Seele gewähret? Dieses Wort, antwortet Ormusd, ist mein Name. Ich heisse der Gott, welcher sich gern um Rath fragen läßt, der Vater der Menschen und der Heerden, [...] der allerhöchste Verstand, und derjenige, welcher Verstand mittheilet, die Wissenschaft, und derjenige, welcher Wissenschaft giebt, die Vortrefflichkeit, und derjenige, von welchem alle Vortrefflichkeit herfließt, der Fürst der Heiligkeit, [...]. Dies ist mein Name; [...].‹


      S. 498: In dem Boundchesch wird die unendliche Dauer oder Ewigkeit zum Grundwesen sowohl des Ormusd, welcher das erste Licht bewohnet, als des Ahrimans, welcher in der ursprünglichen Finterniß seine Wohnung hat, angegeben.
      S. 507: Herr Perron hat, ausser obbenannten Büchern, noch viele andere aus Indien mitgebracht, und hoffet, daß die Kenntniß des alten Persischen, [...], den Gelehrten ein weites Feld zu neuen Entdeckungen eröfnen, und den Weg zu einer vollständigen Kenntniß der Vedas und Indianischen Alterthühmern bahnen werde.

    • Anonym: Nachricht von der Handlung Dännemarks, und den Hansastädten. (Nev. Univ. Magaz. vol. xii. p. 250), in: BrMag, Bd. 7, S. 104-136 und S. 298-343.
      ad Grönland: S. 327ff.
      /£{Hes-025,07} / £{Kae-134,08} / £{Mes-069,19} / £{Doe-016,11}
      S. 330: Pest auf Grönland im Jahr 1348; danach stockt der Handel und es verliert sich das Wissen um das alte Grönland
      S. 335f: Erneute Kontaktaufnahme in der Mitte des 17ten Jhd., Goldsand ?
      S. 337: Die Küste, welche nun Neu-Grönland heißt, ist von dem alten Grönland ganz unterschieden, wohin, wie oben bemerkt ist, die Norweger Colonien geschickt. Um Neu-Grönland zu erreichen, fahren sie nach der Strasse Davis.
      S. 338: Egede
      [Problematisch, ob dies die zu Hesse 25 die gesuchte Quelle: 03.12.2012]

    • Adanson, Michael (1764/65): Nachricht von einem Baume neuer Art, Baobab oder Calebaßier genannt, aus den Memoirs der Königl. Akademie der Wissenschaften in Paris, von 1761. (Siehe Univ. Magaz. 1763. p. 173), in: BrMag, Bd. 7, S. 395-408.
      £{Hol-IK, Nr. 16}
      £{Hes-153,15 / Hes-182,16 / Hes-226,16}
      / £{Kae-455,07}
      / £{Doe-159,03} / £{Doh-186,03}

      Notate: Bock 1766, S. 47

      S. 395ff.: So möchte jemand z. B. es für unwahrscheinlich achten, wenn ihm die Beschreibung eines Baums vorkommt, der allein ein ansehnliches Gehölz ausmacht, dessen Stamm gewöhnlich im Durchmesser zweimal so dicke als lang ist, und der eine grosse Anzahl Jahre erfordert, ehe er zu seiner ungeheuren Grösse gelanget: indessen ist diese Beschreibung, so wenig ähnliches sie auch mit irgend einer uns bekannten Sache hat, nichts anders als eine wahrhafte Abbildung / eines wirklichen Baums, welchen Herr Adanson seit wenig Jahren in Senegal beobachtet hat.
      Der wahre Name desselben ist Baobab; die Qualofs oder Eingeborne des Landes nennen ihn Goui, und seine Frucht Boui. Den Franzosen ist er unter dem Namen Calebaßier bekannt, welche seine Frucht Affenbrodt nennen. Der Baobab kan nur in einem heissen Klima wachsen. [...]
      Der Stamm dieses ausserordentlichen Baumes ist nicht sonderlich hoch. Herr Adanson hat kaum einen gesehen, der von den Wurzeln bis zu den Aesten höher als 12 oder 13 Fuß wäre; er hat aber verschiedene angetroffen, die 75 bis 78 Fuß im Umfange, mithin 25 bis 27 Fuß im Durchmesser hatten. Die untersten Aeste erstrecken sich in einer fast wagerechten Richtung, und da sie sehr dick und ungefähr 60 Fuß lang sind, so beuget ihr eigenes Gewicht sie an der äussersten Spitzen bis zur Erde nieder, so daß der Wipfel, welcher eine regelmäßige Rundung hat, den ganzen Stamm bedecket, und wie eine grosse / grüne Halbkugel von etwa 120 oder 130 Fuß im Durchmesser aussiehet. [...] Das Holz ist sehr weich, und ziemlich weiß. Die Blätter sind ungefehr 5 Zoll lang, und 2 breit, an beiden Enden zugespitzet, ziemlich dick, an der obern Seite von einem lebhaften, an der untern von einem matten Grün. Es sitzen derselben 3, 5, gemeiniglich aber 7, auf einem gemeinschaftlichen Stengel wie ein Fächer bei einander, ungefähr wie die Blätter der welschen Nuß. Diese wachsen nur an den jungen Zweigen, an welchen die Stengel eins um das andere stehen.

      S. 399f.: Nachdem die Blätter und Staubfäden abgefallen sind, wird aus dem reifgewordenen Eierstocke eine länglichte, an beiden Seiten zugespitzte Frucht, welche 15 bis 18 Zoll lang, und 5 bis 6 breit,und mit einem Kleide von grünlicher weicher Wolle bedecket ist, unter welchen eine holzige, harte und fast schwarze Rinde oder Schale sich befindet, auf welcher 12 bis 14 Furchen in die Länge gezogen sind, welche so viele Rippen machen. Diese Frucht hängt an einem / etwan 2 Fuß langen Stengel vom Baume herab, und enthält ein weiches Fleisch, oder weißliche, schwammichte, und mit einem säuerlichen Wasser gemengte Substanz. So lange die Frucht noch zart ist, siehet das Fleisch wie eine Masse aus, nach und nach aber, wie er trocken wird, ziehet er sich zusammen, und scheidet sich in eine Menge Körper von verschiedenen Seiten, deren jeder einen braunen glänzenden Saamenkern, beinahe von der Figur der türkischen Bohne, 5 Linien lang und 3 breit, enthält. Der Brei, oder das markichte Wesen, in welchem diese Kerne liegen, läßt sich leicht zu einem Pulver machen, und ist dasselbe, welches aus der Levante zu uns gebracht wird, und seit langer Zeit unter dem, obwol sehr unfüglichen Namen, Terra Sigillata Lemnia, bekannt ist; angesehen die Mandiguer sie den Arabern zuführen, von welchen sie nachher in Egypten und allen orientalischen Ländern am mitteländischen Meere verbreitet wird.

      S. 403:
      Das eigentliche Vaterland des Baobabs ist Afrika, und insonderheit die westliche Küste dieses Welttheils, welche sich von dem Flusse Niger bis zum Königreiche Benin erstrecket. [...] Die schwarzen Sklaven, welche jährlich von Afrika nach den Amerikanischen Kolonien gebracht werden, nehmen allezeit einen kleinen Vorrath solcher Saamen, welche ihnen Dienste leisten können, und unter denselben vornemlich Saamen von Baobab, mit sich.

      S. 404f.:
      Herr Adanson hat sorgfältig alles gesammlet, was in dieser Sache [sc. Wachstum und Lebensalter der Bäume] einiges Licht geben konnte. Er hat zween dieser Bäume auf einer der Magellanischen Inseln gesehen, in deren Rinde Europäische Namen und Jahrzahlen geschnitten waren, wovon etlich älter als 1600, etlich gar von 1555 waren; [...]. Etliche andere schienen noch älter als vom Jahr 1500 zu seyn, welches doch in Zweifel gezogen wird. [...] Gesetzt diese Buchstaben wären in den Baum in seiner zartesten Jugend eingeschnitten, so würde folgen, daß, wenn er in 200 Jahren 6 Fuß im Durchmesser dicke wird, über 8 Jahrhunderte erforderlich wären, um 25 Fuß im Durchmesser zu bekommen, wenn man annimmt, daß er allezeit in gleichem Verhätnisse fortwächst. [../.], mithin diejenige Bäume, welche zu obbemeldeter Grösse gelanget, muthmaßlich nicht lange nach der Sündfluth aus der Erde entsprossen seyn.


Neues Bremisches Magazin (1766-1772)
  1. Band (1766/67)

    Anonym: Kurzgefaßte Vorstellung des Zustandes der Ostindischen Kompagnie, sowohl draussen als zu Hause. Ein Auszug aus der neulich gedruckten Schrift: The East India Examiner (Gentl. Mag. 1766. Sept. p. 395.), in: Neues BrMag, Bd. 1, S. 492-502.
    £{Hol-IK, Nr. 29}
    £{Hes-199,10}
    Q-Txt:
    S. 492: Der Handel Großbritanniens nach China und Indien, wie er jetzt durch die Ostindische Kompagnie geführet wird, ist nunmehr ein interessanter Gegenstand der öffentlichen Sorge geworden.
    [bringt nur eine Kosten-Nutzen Rechnung der Kompagnie.] 476,13}

    Anonym: Leben und Thaten des Lord Clive, in: Neues BrMag, Bd. 1, S. 509-530.
    S. 512 Anm.: Sepojen sind Indianische von Europäern angeworbene und exercirte Fußknechte.
    S. 524 Anm.: Topassen sind Fußvölker, von Lohfärbiger Haut, welche von Portugiesen, die sich mit Indianerinnen vermischet, abstammen.
    S. 528-530: [Schlacht von Plassey, Bengalen gehört den Britten; das Ganze bis 1765, vorwiegend mlitärgeschichtlich.]

    - Edward Hussey Delaval: Versuche und Beobachtungen über die Uebereinstimmung zwischen den specifischen Schweren der verschiedenen Metalle, und derselben Farben, wenn sie mit Glas vereiniget sind (Auszug aus den Philos. Transact. Band lv für das Jahr 1765 / Gentlem. Magaz. 1766 Sept. / Art. iii), in: Neues BrMag, Bd. 1, S. 613-616.
    {Hes-177,19} / {Kae-476,13}
    S. 614: Um alle Metalle unter einerley Umständen zu versuchen, lösete Hr. Delaval dieselbe in die kleinsten Theilchen auf, befreyete sie so viel möglich war von ihrem Schwefel, und setzte sie, nachdem sie mit einer gehörigen Quantität des reinesten Glases vereiniget worden, ohne ein anderes Ingredienz, der stärksten Hitze aus, die sie ohne Zerstörung der Farben ausstehen konnten; und so nahm er wahr, daß das Gold die rothe, Bley die Oranienfarbe, Silber die gelbe, Kupfer die grüne, und Eisen die blaue Farbe hervorbrachte. Nachdem Hr. Delaval gezeiget, daß die Metalle ihre Farbe unabänderlich nach dem Maasse ihrer Dichtheit offenbahren; erwies er durch andere Versuche, daß die Auflösungen, Präcipitata und Kristalle der Metalle durchgehends dieselben Farben, in derselben Proportion nur mit einer sehr geringen Abänderung zeigen, welche muthmaßlich von der Veränderung der Dichtheit in den verschiedenen Zubereitungen entstehen.

    Schlosser: Nachricht von dem Jaculator, oder Schiesser, einem Fische, aus Batavia (Auszug aus den Philosophisch. Transactionen der Königl. Gesellschaft. Band liv für das Jahr 1764 / Gentl. Mag. 1765 Dec. / Art. xiv), in: Neues BrMag, Bd. 1, S. 598.
    Hommel / Batavia (ganz wie Mannigfaltigkeiten) + Linné 'Chaetodon' 1754.
    {Kae-422,21} / {Doe-132,22}

    Anonym: Fortgesetzte Nachricht von dem Ursprunge und Fortgange des letzten Krieges. (Lond. Mag. 1761. March.p. 125), in: Neues BrMag, Bd. 1, S. 632-656.
    S. 636 Anm.: Eine Crore ist 100 Lack, und ein Lack ungefähr 12,500 Pf. St., folglich eine Crore, eine und ein Viertel Million Pf. St. d. ist ungefähr 7 1/2 Million Reichsthaler.
    S. 652 Anm.: Ein Nabob ist eigentlich nur ein Stadthalter des Mogols, obwohl so unabhänglich, daß er sich nicht viel um seinen Kayser bekümmert.


  2. Band (1767/69)

    Anonym:
    Nachricht von einem dem Hrn. Swift in Irrland errichteten Denkmahl, in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 77-81.

    Anonym:
    Auszug, Sharp über Italien, in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 222-324.

    Anonym: Verhandlung von der Kälte (Vniuers. Mag. 1767. Iune, p. 323.), in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 241-255.
    S. 253-254: Aus allem was bisher gesaget worden, können wir einen wahrscheinlichen Grund geben von den verschiedenen Graden der Kälte in verschiedenen Ländern, welche unter einerlei Breite liegen, mithin gleichen Antheil an der Sonnenwärme haben. So ist z. B. die Breite von Moskau und Edinburg vollkommen einerlei, indessen ist oft an dem einen Orte die Kälte 50 Grad unter dem Frierpuncte, da sie an dem andern selten unter fünf kommt. [../.] Die Länder in Nordamerika sind bei weiten kälter als die in Europa, welche in denselben Breiten liegen, wegen der schon bemeldeten Ursachen. [Wälder sind nicht darunter!]

    Anonym: Bürgerliche und Kriegsverhandlungen in Bengal seit der letzten Ankunft des Lord Clive bis zu dem Frieden mit dem Großmogol (Gentl. Mag. 1767. June p. 303), in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 256-270.
    £{Hol-IK, Nr. 29}
    £{Hes-199,10} / {Kae-489,01} / {Doe-176,27}.
    Q-Txt:
    S. 256f.: Wie L. Clive den 3ten Mai 1765 in Indien wieder ankam, brachte er von der Kompanie volle Gewalt mit als General, Präsident und Guvernör von Bengal zu handeln. Dabei war einer geheimen Deputation, die aus dem Lord und vier Herren bestand, eine uneingeschränkte Macht ertheilet, in allen Stücken nach Willkühr, und unabhänglich von dem Rath zu schalten und walten; doch war ihnen in ihrer Instruction empfohlen, ihre Sachen, so oft es / füglich geschehen konte, mit dem Rath zu überlegen, wiewohl die Entscheidung in allen Fällen bei ihnen stehen sollte solange die Unruhen in Bengal fortdauren würden, nach deren Endigung ihre Commissorialgewalt aufhören, und der Rath, welcher aus 12 Herren bestand, nach wie vor regieren sollte.
    S. 262f.: Indessen war Lord Clive zur Armee nach Eliabad gegangen, wobei die Deputation ihm und dem General Carnac eine völlige Gewalt gab einen Frieden mit Sujah Dowla zu schliessen. Der Mogul stand zu der Zeit unter Engländischem Schutz. Dieser Prinz hatte nach dem Ableben seines Vaters, welcher zu Dehli ermordet worden, den Titel eines Mogols angenommen, und bewarb sich, um den Thron seiner Vorfahren zu gelangen, um den Beistand des Sujah Dowla, welchen er zu seinem Vezier machte. Wie nun in diesen Umständen Sujah Dowla den Bengalischen Feldzug antrat, war jener genöthiget ihn zu begleiten, begab sich aber bald nach der Schlacht von Bunar zur Englischen Armee. Wegen dieses / Schritts, und der unbeugsamen Halsstarrigkeit des Sujah Dowla, hatte der Rath von Calcutta sich bei dem Mogol verbindlich gemacht, ihn in den Besitz der Länder des Nabobs zu setzen.
    /£{Doe-176',05} /
    S. 263f.: Der Mogol, dessen Sache die Kompanie unterstützte, war schlechterdings unvermögend, die Einkünfte aus des Sujah Dowla Lande, ohne Beistand ihrer ganzen Macht, einzutreiben. Ja die Verbindung mit dem Mogol würde sie noch weiter geführet haben. Man hätte mit ihm nach Dehli gehen, und ihm in dem Herzen seines Reiches zu seinem Ansehen verhelfen müssen. Allem diesem Ungemache zuvorzukommen, achtete L. Clive es nöthig dem Sujah Dowla sein Land, welches zu behaupten er allein im Stande war, wieder zu geben; zur Vergnügung des Mogols demselben stärkere Einkünfte zu bewirken, wodurch er in den Stand gesetzet würde eine Armee aufzurichten, mit / welcher er nach Dehli marschiren könte; um diese Hauptstadt seines Reichs einzunehmen; endlich von Sr. Majestät für die Kompanie das Amt des Königlichen Duans, für Bengal und die anhängigen Provinzen, sich auszubedingen.
    [Schilderung der Machtverhältnisse, doch nicht so klar wie Hes-199; Clive wird reich und geht zurück. Aus der folgenden S. geht hervor, daß Dehli nicht der Regierungssitz.]

    Boswell, James: Account of Corsica, and memoirs of Pascal Paoli [Auszug], in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 445-473.

    Hay, William: Versuch über die Häßlichkeit (Univers. Mag. 1767. Sept. p. 113), in: Neues BrMag, Bd. 2, S. 488-511.


  3. Band (1770/71)

    Lind, James: Vorschlag dem Mangel des süssen Wassers auf der See leicht abzuhelfen. (Univ. Mag. 1768. Nov. p. 245), in: Neues BrMag, Bd. 3, S. 37-42.
    / £{Hes-012,16}

    Hamilton, William: Beschreibung und Abbildung des Ausbruches des Vesuvs im Weinmonate 1767 [...] an den Grafen von Morton, Vorsitzer der königlichen Gesellschaft. Vorgelesen 1768 den II Hornung. (Universal. Magaz. 1769. Sept. p. 113), in: Neues BrMag, Bd. 3, S. 236-250.
    S. 249: Neapel 29. Dez. 1767.

    Anonym: Geschichte des Aufkommens und der Einrichtung der räuberischen Staaten in der Barbarey (Aus dem Universal Magazine of Knowledge and Pleasure vol. xlvii. Sept. 1770 übersetzt mit dem Anfange des Jahres 1771), in: Neues BrMag, Bd. 3, S. 367-390. /
    £{Kae-511,18} / £{Doe-191',20}
    S. 368: Derjenige Strich des festen Landes von Afrika, der längst der Küste des Mittelländischen Meeres liegt; der ehemals die Königreiche Mauritanien und Massylien, nebst der Republik Carthago ausmachte, und gegenwärtig unter dem allgemeinen Nahmen der Barbarey bekannt ist, hat viele Umwälzungen erfahren.
    S. 369: [...], und die Barbarey ward in verschiedene Königreiche zertheilet, unter denen Marokko, Algier und Tunis die beträchtlichsten waren.
    S. 370: [Zu Anfang des 16ten Jhds.] Horuk und Hayradin, Söhne eines Töpfers auf der Insel Lesbus, verliessen, von einem rastlosen und unternehmenden Geiste angetrieben, das Handwerk ihres Vaters, begaben sich zur See, und geselleten sich zu einem Seeräuber. Hier thaten sie sich durch die Kühnheit und Geschäftigkeit hervor, so daß sie Meister einer kleinen Brigantine wurden, und ihr schändliches Handwerk mit solchem Glücke trieben, daß sie endlich eine Flotte von zwölf Galeeren, ausser vielen andern kleinern Schiffen zusammenbrachten. Horuk der älteste Bruder, der wegen seiner rothen Barthaare Barbarossa genannt wird, war Admiral dieser Flotte, und Hayradin befahl nächst ihm mit gleicher Gewalt.
    S. 371f: [Eroberung von Algier; Barbarossa schwingt sich zum König auf.]
    S. 372: Die Verwüstungen, die sie anrichteten, nöthigten Kayser Carl V. den Befehlshaber von Oran zu schicken, um ihn anzugreifen. [Barbarossa wird getötet.]
    S. 373: Sein Bruder Hayradin, der gleichfalls unter dem Namen Barbarossa, bekannt ist, nahm den Zepter von Algier mit eben dem Ehrgeitze, mit eben den Fähigkeiten, aber mit besserm Glück an. Seine Regierung ward von den Spaniern, die mit ihren europäischen Kriegen genung zu schaffen hatten, nicht beunruhiget; [...].

    Bell, Johann: Auszüge aus Johann Bells von Antermony Reisen, betreffend verschiedene Tatarische Stämme und Nationen (John Bell's Travels from St. Petersburg in Russia, to divers parts of Asia etc, Glasgow 1763. 3 Vol. 4to), in: Neues BrMag, Bd. 3, 345-349 [Rhabarber], Bd. 3, S. 404-43 und Bd. 4 (1772), S. 132-157.

  4. Band (1772)

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Datum: 12.03.2010 / ... / Januar 2017 / ... / 29.07.2019 / ... / 22.04.2021 / 18.05.2021