Knopf:UB Thevenot (1693) Knopf

Thevenot, Jean de (1693):
Deß Herrn Thevenots Vollständige Reisz-Beschreibung durch Europa, Asia und Africa, mit schönen Kupffern gezieret. /
Reisen in Europa, Asia und Africa: Worinnen gehandelt wird von der Morgenländischen Reise, und unter andern denen unterthänigen Herrschafften deß Groß-Türcken, denen Sitten, Religionen, Machten, Weltlichen Regiment, Sprachen und Gebräuchen derer Inwohner dieses großen Reichs. Wie auch den unterschiedenen Umbständen des Archipelagi, Constantinopels, deß heyligen Landes, Egyptens, der Pyramiden, Mumien [...] Erstlich in frantzösischer Sprache beschrieben [...] anjetzo aber in die Hoch-Teutsche Sprache übersetzt und in drey Theil verfasset [...], 3 Tle. (Frankfurt/M.: Fievet)
/£{Hol-071, 297}
/£{He-8°: 39 [Quellen im Persischen Meerbusen], 59 [weibl. Beschneidung in Indien], 76 [Fakir als Landvermesser]}

/Gliederbau:


Teil 1

S. 23
/£{Kae-056,12} /
[Dardanellen / Wie SbnR]


Cap. V: Von denen Pyramiden in Egypten (S. 175-183)

S. 180: Im Außgang dieses Saals ist ein leer Grab, durchauß von einem eintzigen Stein gemacht, derselbe klingt wie eine grosse Glocke, [...], und sehr hart, von der Qualität eines Porphyrs, und sehr schön, wann er polirt wird, derohalben brechen viele davon, umb darauß Pittschafft machen zu lassen, [...]. Jedermann hält in gemein dafür, es seye dieses Grab vor diesen Pharao verfertiget worden, welcher durch Göttliche Verhangnuß mit seiner gantzen Armee im rothen Meer ersoffen, als er die Juden, damahls Gottes außerlesen Volck verfolgete.


S. 212 [angeblich schwebender Sarg von Mohammed]

S. 227f. [Catharinen-Kloster]


Cap. XXIX: Von deme St.Catharinen-Kloster (S. 231-232)

Cap. XXXII: Von denen Arabern (S. 234-237)

Cap. LXIX: Von Ethiopien (S. 330-335)

Cap. LXXIII: Von denen Sitten der Egyptier, der Frau, die denen Kindern die Würme aus den Ohren zieht, und der Arabischen Sprach. (S. 345-347)

Cap. LXXIV: Von der Beschneidung derer Töchter oder Mägdgen der Mohren und denen Santons in Egypten. (S. 348-350)

S. 348: Die Mohren sind Mahometaner, haben aber einigen Aberglauben, davon die Türcken nichts wissen, dann die Mohren beschneiden ihre Töchter, indem sie ihnen ein klein Stück von deme, was man Nympha nennet, abschneiden, und es verrichten solche Beschneidung die Weiber, da hingegen die Türcken dieses nicht, nur an den Knaben vollstrecken.


Teil 2

Cap. 12: Von dem Winde Samiel, denen Kelecks und der Einschiffung deß Autoris uff dergleichen Schiffe.

S. 78: Weiln aber so viel von dem Samiel geredet worden, ist billich, dieses zu sagen, was ich darvon vernommen; Sam bedeutet im Arabischen Gifft, und iël auff Türckisch, Wind, also, daß solches zusammengesetzte Wort so viel heisset als Gifft-Wind, und es könte wohl der ventus urens, oder Oostwind seyn, dessen Hiob im 27. Capit. vers 21 gedencket: Als ich mich fleissig umb diesen Wind bekümmerte, sagte mir ein jeder hiervon einerley, daß es nemblich ein sehr warmer Wind sey, der in wehrendem Sommer von Mosul biß Sourat, allein nur zu Lande wehete, und wann ein Person bemeldten Wind an sich gezogen, so fält sie augenblicklich todt zur Erde, obgleich bißweilen etliche sind, welche Zeit haben zu sagen, daß sie inwendig brennen.Sobald als ein Mensch darvon Todt niderfält, wird er ganz schwartz wie Dinte, und wann man ihn bey einem Arme, Beine, oder einem andert Orte angreifet, so gehet das Fleisch von Beinen weg, und bleibet denjenigen in Händen, der ihn auffheben wil.


S. 265: Dieses machte ein heimlich Geräusche wie ein mit grosser Gewalt in einem tieffen Thal fließender Bach, allein, es wurde mit einem etwas hellern Getöße untermenget, welches einem starken Schlangenzischen oder GänseGeschrey gleichförmig schiene.


Teil 3

S. 34: Man rechnet die grossen Summen durch Leks, Crouls oder Courous, Padans und Nils. Zu einen Lek werden 100.000 Roupies erfordert, 100.000 Leks zu einem Courou, 100.000 Courous zu einen Padan, und 100.000 Padans zu einen Nil. Bey denen vornehmen Herrn sind güldene Roupies gebräuchlich, die nach unser Müntz ohngefehr 21. Pfund gelten; Allein weilen selbige im gemeinen Handel nicht üblichen, und gleichsam nur zu Geschencken gemacht werden, will ich allein von denen silbernen reden.

S. 123ff. Caste / [nicht die Quelle].]

S. 132 (Kap. XL: Von der Provintz Ulesser oder Bengala und dem Ganges.)
/£{He-8°-76}
Als ein Faquir eine sonderliche und noch niemaln gesehene Andacht, die ihme grosse Mühe machte erfinden wolte, entschloß er sich mit seinem Leibe den gantzen Bezirck des Mogolischen Reichs zu messen, und zwar von Bengala an biß nach Cabul, als dessen Extremitäten von Süd-Osten gen Nord-Westen. [Gegenüber ein darstellender Kupferstich] /Naragon/

S. 175: Thomas-Christen
Sie gebrauchen zu ihren[!] Gottesdienste die Syrische Sprache, [...].


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