Knopf:UB Scheuchzer (1746) Knopf

Johann Jacob Scheuchzer: Natur-Geschichte des Schweitzerlandes, Samt seinen Reisen über die Schweitzerische Gebürge. Aufs neue herausgegeben, und mit einigen Anmerkungen versehen von Joh. Georg. Sulzern, 2 Tle. (Zürich 1746)

Bd. 1: Vorrede des Hg.; Magdeburg im Merz 1746; 486 S. inkl. Register/ Errata.
Bd. 2: Vorrede des Hg., 381 S. Errata, Anweisungen zur Plazierung der Kupfer.

Exemplar: <12> digital


Teil_1

Erzehlung seltsamer NaturGeschichten des Schweitzerlandes. (1-482)


|P_014-16: Von dem Pilatus-Berg im Lucerner-Gebiet

p. 16: Nicht weit von des Pilati See [...]. Unweit von diesem Ort befindet sich das Monloch, eine Anfangs enge, inwendig aber weite und in die 100 Klafter lange Berghöle, welche an die höchste Felßwand gehet, die gegen dem Unterwaldner Land stehet. In dieser Höhle tropfet beständig ein Wasser ab, welches sich in eine milchweisse, leichte, luftige Materie verwandelt, welche anfangs weich ist, hernach aber an der Luft trocknet, und Lac Lunae, Mon-Milch genennet wird, [...].

|P_026ff: Barometrische Höhenmessung: Torricelli

[...]

|P_045-046: Vom St. Gotthards-Berg

|P_067-073: Von den Gems-Thieren [Keine Silbe zu doppelläufiger Büchse]
      /£{Kae-390,13} /

[...]

|P_079-086: Von dem Pfefers-Bad
/£{Mes-108,18} /
Es liegt dieses kostbare Bad, in Latein Thermae Favarienses, Favariae, [...] genennt, in der Grafschaft Sargans, gehöret eigenthümlich dem Gottshauß Pfefers zu; stehet aber unter der VII. Alten Orten Bottmäßigkeit, in einer tieffen Berg-Kluft, gleich dem Golde und Edelgesteinen, [...].

|P_086-092: Von dem Heimwehe
/£{He8-34}
Es ist zwar unserm Vaterlande ins gemein, aber auch einem jeden Vater, der seinen lieben oft zarten Sohn in die Fremde schicket, vornemlich aber den in fremden Diensten stehenden Officieren und Soldaten viel daran gelegen, daß diese uns Schweitzern besondere Kranckheit erkennet, und curiert werde. Ao. 1678 ist zu Basel eine Dissertation hierüber gehalten worden, [...]. In welcher diese Kranckheit mit einem neuen Titul Nostalgia benennt wird, [../.] Wir Schweitzer bewohnen, wie oben erwiesen, / den obersten Gipfel von Europa, athmen deßwegen in uns eine reine, dünne, subtile Luft, welche wir auch selbst durch unsere Land-Speisen, und Geträncke, so eben dieselbige Luft enthalten, in uns essen, und trincken; gewehnen unsre Leiber also, sonderlich, wenn wir bergichte hohe Orte inn haben, daß sie nicht starck getrückt werden, [...].

|P_092-096: Von dem Unterschied der Kräuter und Bäumen, so auf hohen Bergen und tieffen Thälern wachsen.

|P_096-111: Von den Reisen über hohe Gebirge.

|P_112-137: Von den Schweitzerischen Gebirgen Gestalt und Alter.

|P_137-146: Von des Schweitzerlandes Beschaffenheit in Ansehung der Elementen und Jahrszeiten.

|P_146-177: Von denen im Schweitzerlande befindlichen Ueberbleibseln der Sündfluth.

[...]

|P_294-302: Von den Schnee-Lauwen [sc. Lawinen].

|P_303-307: Historische Erzehlung alles Schadens, den die Lauwen in den Helvetischen Landen bisdahin verursachet.

[...]

|P_383-388: Von den Bader-Würffeln.
/£{Hes-182,05}

[...]

|P_438-440: Von dem Ursprung des Hintern Rheins

|P_483-486: Register


Teil_2


Erste Berg-Reise. In dem Jahr 1702 (1-14)

|P_013
/£{He8-25}
Von Engelberg geht man durch das Joch, neben dem Berg Ochsenstock zu den Berner Alpen, mit Namen in das Haslithal, und die Engstler-Alp, welche der Zeit-Brunn berühmt macht, [...]. Er fließt nur drey Monate, von Mitten des May- bis Mitten des Augustmonats. Daß er also deswegen den May-Brünnen muß zugezehlt werden. Doch fließt er nicht durch diese drey Monate beständig wie jene, sondern meistentheils Morgens und Abends; Morgens ungefehr um 8. und Abends um 4. Uhren.


Zweyte Berg-Reise. In dem Jahr 1703 (15-42)

|P_029
/In der Gegend Plurs (an welches Ortes Stelle sich nun Felder und Wiesen befinden) schießt aus dem Berge Savon ein ungemein hoher und breiter ungefehr 100 schühiger Wasserfall hervor, [...].

|P_038 [Flimser-Berg]
/£{Kae-179,11}
/Auf dem obersten Gipfel ist ein durchbrochner Felsen, welchen die Glarner gemeiniglich das Martis-Loch nennen, und alle Jahr im Dorff Elm den 3. Merz und um Michaeli im Herbst, durch diese Höle als durch ein Seherohr die Sonne betrachten; besiehe Wagn. Helv. cur. p. 37 und Pfenders Bericht von den Bergen, p. 24.


Die Dritte Berg-Reise. In dem Jahr 1704 (43-52)

|P_045
Von diesem [Loch] hat der Ehrwürd. Her&c. Wild, erster Pfarrer zu Glarus, gar wohl gemuthmasset, diese Höle habe ihren Namen vielmehr von Mathäo als Martino, (daß es also eigentlich heissen würde Mathisloch, an dessen statt nach und nach entstanden Martinsloch). Man pflegt aber an diesem Tag die Sonne dadurch zu besehen.


Die Vierte Berg-Reise. In dem Jahr 1705 (53-207)

|P_094
/£{He8-15?}
Reisen wir von Gesinen eine Stunde weiter fort, so kommen wir zur Teufelsbrücke, welche Tab. III vorgestellet wird. Von dieser Brücke erzehlen die Anwohner folgende Fabel-gleiche Geschicht, welche dem geehrten Leser wegen Benennung derselben etwelches Licht geben kan.


Die Fünfte Berg-Reise. In dem Jahr 1706 (208-257)


Die Sechste Berg-Reise. In dem Jahr 1707 (258-274)

|P_259


[...]

|P_315: Ende der neunt- und lezten Berg-Reise


Zusätze Einiger Nachrichten von besondern Begebenheiten in der Natur, die von A. 1717 bis 1731 vom sel. Hn. Scheuchzer als dem Verfasser unsers vorhabenden Wercks, der Breßlauischen Gesellschaft der Naturkündiger sind mitgetheilt worden, [...] (319-376)

|P_374-376: Von den Bader-Würffeln
/£{Hes-182,05}


Register der vornehmsten Sachen [...] (377-381)
Druck-Fehler [382] / Bericht wohin die Kupfer gehöhren (2 S.).


Datum: Oktober 2015 / Dezember 2016 / Januar 2017 / ... / 30.01.2019 / 12.03.2021