Knopf:UB Hales (1748) Knopf

Hales, Stephen (1748):
Statick der Gewächse oder angestellte Versuche mit dem Saft in Pflantzen und ihrem Wachstum, Nebst Proben von der in Körpern befindlichen Luft. Zum Aufnehmen und Verbesserung der Chymie, des Gartens- und Ackerbaues [...] in Englischer Sprache herausgegeben, und nebst des Herrn De Buffon seiner Frantzösischen Ausgabe beygefügten Erläuterungen ins Deutsche übersetzet, mit einer Vorrede des Herrn Cantzlers Reichs-Freyherrn von Wolff, und einem Vorberichte von der Pflantzen Structur und Geschlechtern. Mit Kupfern [Vorreden, Inhalt, L und 264 S., 11 Tafeln, Register] (Halle)

Exemplar: <4> IX B 1169m // digital <12>
Warda 1922, S. 28
Adickes 1911, S. 80.

/ £{Kae-244,06}: [check: 16.03.2016 & 17.05.2017 / nicht gefunden.]
/ £{He8, p. 28} / £{He4, Mnz-207}
/ £{Phi-053}
/QTxt: 132f / 168-171 / 217


Einleitung (I-XLVI

S. I-XLVI: Kurtzer Auszug der Pflanzenlehre, insonderheit von des Pflanzwercks inwendiger Structur. Zur Einleitung in des Hales Statick der Gewächse (§§ 1-59)

S. XLVII-XLVIII : Inhalt

S. XLIX-L: Einleitung des Autoris. Statick der Pflanzen, Oder Abwägung der in Pflanzen befindlichen Säfte.


S. 1-48: 1stes H'stück: Erfahrungen, wie viel die Feuchtigkeit austrage, die von Bäumen und Pflantzen eingesogen und ausgedunstet wird.

S. 19-25: Die neunte Erfahrung [Hopfengarten]
/ £{He8, p.34} / £{He4, Mnz-207} / £{Mes-131,15}


S. 49-62: 2tes H'stück: Erfahrungen,, die Kraft auszufinden, mit welcher die Bäume Feuchtigkeit in sich ziehen


S. 62-74: 3tes H'stück: Versuche, die Kraft zu entdecken, welche der Saft im Weinstocke zu der Zeit hat, da der Weinstock trähnet.


S. 75-90: 4tes H'stück: Von Erfahrungen [...]


S. 90-94: 5tes H'stück: Von Erfahrungen, wodurch erkannt wird, daß Pflantzwerk gar viele Luft in sich ziehe.
[Nicht die Quelle zu Kae-244 / 16.03.2016]


S. 94-178: 6tes H'stück: Chymisch-statische Erfahrungen, wodurch versuchet worden, die Luft in ihre Theile auseinander zu setzen, und die grosse Menge in vegetabilischen und mineralischen Substantzen befindlicher Luft gantz eigentlich zu erkennen; auch zu beurtheilen, wie leicht und frey die Luft ihre ausdehnende Kraft wieder annehme, nachdem sie unter währender Auflösung dieser Körper von ihnen wieder abgesondert ist.

S. 95: Der berühmte Boyle hat viele Experimente mit der Luft angestellet, und unter andern Entdeckungen befunden, daß die Gewächse eine gute Quantität Luft von sich geben können.

S. 117: In vorstehenden Erfahrungen haben wir die grosse Quantität wahrer und ächter elastischer Luft gesehen, die durch Feuer aus Feuchtigkeiten und aus festen Körpern gezogen wird. Die folgende werden weisen, daß die durch Vermischung unterschiedlicher Materien veranlasste Gährung ebenfalls eine grosse Quantität Luft erzeuge und verschlucke.

S. 118:
Mr. Geoffroy hat gezeiget, daß die Vermischungen sauren Vitriolgeistes (acides vitrioliques) mit verbrennlichen Substanzen einen gemeinen Schwefel geben, und hat deswegen verschiedene compositiones von Schwefel gemacht; vornehmlich auch durch vermischtes Vitriolöl und Terpentinöl; und als er nach dieser Präparation es wieder aufgelöset, hat er entdecket, der Schwefel sey nichts anders, als vitriolische Säure, die mit einer verbrennlichen Substanz verbunden ist. Memoire de l' Academie des Sciences an. 1704. pag. 381. Ouvrages de Boyle Vol. 3. pag. 273. in den Noten.

S. 168:
/ £{Hes-060,31} / £{Phi-053,10} / £{Fri-373,05}
Bey Auflösung des Geblüts finden wir, daß daraus eine grosse Quantität Luft gehet; ohne Zweifel gehet diese Luft aus dem Blutwasser (serum) so wol als aus des Bluts eigener Substantz, weil alle feste und flüssige thierische Theile Luft und Schwefel in sich halten.

S. 169-170:
Schwefel absorbiert die Luft nicht nur, wenn er in seiner Substanz brennet, sondern auch, wenn die Materien gähren, denen er incorporiret ist. [...] Weil nun eine grössere Quantität Luft in der Körper festen Theilen, als in ihren flüssigen anzutreffen ist: so könten wir / daraus wohl den Schluß ziehen, die Luft sey das Band, die feste Theile zu vereinigen, und selbst der Festigkeit Ursach.


S. 178-200: Das siebente Hauptstück. Von des Wachsthums Beschaffenheit.

S. 183: Wir können demnach heut zu Tage mit Gewißheit sagen, was man vorhin lange Zeit gemuthmasset hat, daß die Blätter dem Pflantzwercke eben die Dienste thun, als die Lunge dem thierischen Geschlechte.


S. 200-209: Schluß-Abhandlung.


S. 210-264: Anhang, worin mancherley Anmerckungen und mehrere Erfahrungen erzehlet werden, die sich auf vorhergehende beziehen.


S. 215-218: Erste Erfahrung: Aus Wasser gezogene Luft

S. 217: Wenn demnach das Gesundbrunnen-Wasser von Bath die Blehungs-Colicken des Magens heilet, so geschiehet solches nicht, daß es die im Magen würcklich vorhandene Winde oder Blehungen verzehrete, sondern es hindert durch seinen subtilen Schwefel, daß aus andern Alimenten nicht noch mehr Wind aufsteiget; und ohngefehr eben so, als der Schwefelrauch die spirituösen Säfte zur Gährung nicht kommen lässet.

S. 254-257 [Versuche zur Komprimierung von Luft und Berechnung von Zahlenwerten]
/ £{Kae-092,18 / 257,14}
S. 257: [...], der Quotient 1837 die Anzahl der Atmosphären zeiget, die auf die verschlossene Luft in meiner Röhre drücken.


Datum: 03.02.2014 / .. / 03.06.2015 / März 2016 / ... / 17.10.2018 / 26.05.2021